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Ausgewählte
Rezensionen:
Hellweger Anzeiger, Unna, 30. 11. 2007
... Mit geschlossenen Augen, hingebungsvoll bläst der kleine, bärtige Mann in seine Klezmer-Klarinette.
Schier hingerissen vom eigenen Spiel scheint er sein Instrument zu kosen, fast zu küssen. Schwungvoll,
schwindelerregend schnell flitzen Sanne Mörickes Fingerkuppen übers Akkordeon... ...die ungeheuer
beeindruckten Besucher, viele Vertreter der jüdischen Gemeinde und des Integrationsrats darunter, durch
die singenden, schwingenden, klingenden Erzählungen des Trios Sukke, in dem sich drei führende Vertreter
der europäischen Klezmer-Szene gefunden und verbunden haben: Sanne Möricke (Akkordeon), Merlin Shepherd
(der sich hinreißend temperamentvoll wie einst Hans Rosenthal für seine eigenen Darbietungen begeistern
kann) und Heiko Lehmann, der mit seiner ungeheuren Bühnenpräsenz und enormen künstlerischen Kraft diesem
besonderen Abend noch eine ganz besondere Exklusivität verleiht.
Westfälische Rundschau, Dortmund, 30. 11. 2007
... Ein junges internationales Trio namens "Sukke - Yidisher Orkester" mit dem Untertitel
"The European Klezmer Band" verzauberte im Saalbau der Landesstelle Unna.
Barbara Kaempfert-Weitbecht in General-Anzeiger Bonn, 14. September 2004
... Bei den Instrumentalstücken gab es immer wieder Raum für Improvisationen, vor allem für
die großartig virtuose, melancholisch seufzende oder übermütig kichernde Klarinette, deren
Interpret Shepherd bestens zu Hause ist in diesem typischen Klezmer-Sound. Sanne Möricke
mit ihrem stilkundigen und klangreichen Akkordeon-Spiel und Heiko Lehmann mit profundem
Bass-Klang vervollständigten ganz prächtig den musikantisch wie musikalisch fesselnden
Gesamt-Eindruck. Das Publikum ging begeistert mit und ließ sich gefangen nehmen...
Täglicher Anzeiger, 27. Mai 2003
Rhythmisch betont, begeisterte die Band ihr Publikum, riss es mit und das blieb so über
zwei Stunden, von denen man nicht eine Minute missen möchte.
Christoph Giese in Buersche Zeitung, 17. Februar 2003
Die holländische Akkordeonistin Sanne Möricke, der britische Klarinettist Merlin Shepherd
und der Berliner Kontrabassist Heiko Lehmann wussten mit Virtuosität und Spielwitz ...
jiddischen Liedern und lebendiger Tanzmusik viel Frische einzuverleiben. ... "Sukke" präsentierte sich im Revierpark [Nienhausen] als Band zum niveauvollen und
entspannten Zuhören. Die zahlreichen Zuhörer waren begeistert.
WAZ (Gelsenkirchen), 17. Februar 2003
Sanne Möricke (Akkordeon) aus den Niederlanden, Merlin Shepherd (Klarinette) aus England und
Heiko Lehmann (Kontrabass und Gesang) überzeugten durch die sichere Beherrschung ihrer
Instrumente sowie durch die völlige, tiefversunkene Hingabe an ihre Musik. ... Besonders Shepherd an der Klarinette beeindruckte durch halsbrecherisch rasante Improvisationen,
die mehr als einmal die Grenzbereiche zum Jazz streiften.
For the June 9, 2002, concert in Sheffield, please click here
Rheinische Post, 4. 5. 2001
Lebensfreude, Lebenstrotz
Zum Auftakt der Jüdischen Kulturtage [in Düsseldorf] gab die multinationale Klezmer-Gruppe
"Sukke" im Foyer der Kammerspiele ein bemwerkenswertes Konzert, das Freude mit Melancholie
vereinte.
Fürther Nachrichten, 10. 3. 2002 (Zur Eröffnungsverabstaltung des Fürther Festivals 2002)
Gespannter Flitzebogen
Comödie: Umjubelter Festival-Auftakt mit deutscher Band Sukke
...
Virtuos, doch ohne Klebrigkeit tanzt Sukke mit alten jiddischen Liedern und Originalkompositionen
auf der Gefühlsklaviatur, am Ende wird das begeisterte Comödien-Auditorium der Crew drei Zugaben
abverlangen.
...
Exzellent sind sie sowieso.
Schwarzwälder Bote, 20. 3. 2001
Lebhafte Tanzstücke kommen gut an
Klezmer-Kammermusik vom Feinsten mit dem "Yiddishen Orkester" Sukke aus Berlin
Trossingen (cz). Klezmer, die traditionelle Musik der Juden Osteuropas mit dem deutschen Klezmer
"All Stars" Ensemble "Sukke" erklang am Sonntag Abend in der Martin-Luther-Kirche.
Das einleitende Tanzstück wirkte noch ein wenig geglättet, erreichte nicht die Lebendigkeit der
Klezmermusik Osteuropas, Israels oder der USA. Doch bald wurde klar, dass das Stück wohl nur zum
Einhören für die Zuschauer gedacht war. Denn je mehr sich die vier Klezmorim aus Berlin einspielten,
desto spontaner, "echter" und virtuoser wurde ihr Spiel.
Bei "Sukke" sind keine "Hobby-Klezmorim" am Werk, die es gut meinen, sondern Experten, die es gut
können, weil sie sich mit der Klezmer-Tradition intensiv auseinandergesetzt haben, aber auch andere
Musiktraditionen professionell beherrschen, Christian Dawid etwa als klassischer Klarinettist oder
die Akkordeonistin Sanne Möricke als Interpretin ungarischer, griechischer und türkischer Musik, die
ja alle die jüdische Klezmermusik beeinflusst haben.
Schon die Besetzung mit Klarinette, Violine, Akkordeon und Kontrabass versprach klassischen Klezmer
in der guten alten Tradition. Nur gelegentlich erlaubte man sich formale "Experimente", etwa wenn
Heiko Lehmanns Kontrabass als Solo-Instrument einer Doina (ein aus der rumänischen Musik stammendes
quasi-improvisiertes Stück in freiem Rhythmus) eingesetzt wird, wo man eher die Klarinette oder
Violine erwartet hätte.
Insgesamt bot das Ensemble gepflegte und sorgfältig arrangierte Klezmer-Kammermusik zum Zuhören,
bei der traditionsgemäß die Klarinette im Vordergrund stand, die von Christian Dawid virtuos
beherrscht und spielerisch eingesetzt wird. Besonders die "Freylekhs", die lebhaften Tanzstücke
kamen beim Publikum gut an. Doch auch die gefühlvolle Doina oder ein chassidischer "Nign", ein
musikalisches Gebet ohne Worte, wirkten intensiv und authentisch. Die Eigenkompositionen von Heiko
Lehmann (für das Theaterstück "Gott in Paris") folgten der Entwicklung der modernen Klezmermusik
und lösten sich von der engen Bindung an die osteuropäischen Vorbilder.
Uns leider unbekannte Zeitung unter der Rubrik "Kultur in der Region", etwa 24. November 2001;
Fotokopie des Artikels liegt vor.
Klezmer-Musik der Spitzenklasse
Fulminantes Konzert zur Eröffnung der Jüdischen Kulturwoche in Ichenhausen
Von unserem Mitarbeiter Helmut Kircher
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Was sich dort bereits am Eröffnungsabend durch die Berliner Klezmer-Band "Sukke" tat, ließ die
Zuschauer schiergar aus dem Häuschen geraten. Da waren vier Klezmorim am Werk, die weder mit ihrer
professionellen Instrumentalausbildung, noch mit ihrer Herz und Seele in besitznehmenden
Ausdrucksfähigkeit hinterm Berg hielten. Mit Klarinette, Geige, Harmonika und Bass hielten sie sich
eng an die instrumentale Originalbesetzung, in der einstmals die Aschkenasim (ost- und
mitteleuropäische Juden) vornehmlich zu Hochzeiten aufspielten.
Fabelhaft, welchen so klezmer-typisch anrührend traurigen und insbrünstig ausufernden Klang
dieses Quartett zauberte, wie es dazwischen jiddische Lieder einstreute, die die Geigerin und
Sängerin mit körnig timbrierter Unangestrengtheit und doch gefühlig weich geführter
Stimme zum expressiven Gefühlsereignis machte.
Freie Presse, 20. März 2000
Klezmer-Musik traf den Nerv des Publikums
(GW). Beim Konzert der Gruppe "Sukke" fiel am Freitagabend in Lehmanns "Café" sprichwörtlich
kein Apfel mehr zu Boden. Die Gaststätte platzte fast aus allen Nähten, als einer Tradition
folgend innerhalb der Tage der Jüdischen Kultur Klezmer-Musik erklang.
Die deutsch-holländische Gruppe präsentierte sich dem Publikum als Meister ihres Fachs. Heiko
Lehmann am Kontrabass, Sanne Möricke am Akkordeon und Christian Dawid mit Saxophon und Klarinette
stellten bei jedem Stück ihre Virtuosität unter Beweis. Lediglich Claudia Koch wäre hervorzuheben,
die neben ihrem Spiel auf der Geige mit ihrer Stimme überzeugte und den wenigen Gesangsstücken
während des Konzerts einen besonderen Reiz verlieh. Doch es bedurfte eigentlich keines Textes,
um dem Zauber dieser Musik zu erliegen, um zu verstehen, dass Armut, Trauer aber auch Liebe und
Lebensoptimismus ausgedrückt wurden.
Bei den zahlreichen Instrumentalstücken entstand der Eindruck, als steigerten sich die vier
Musiker gegenseitig in die Musik hinein, als spornten sich die Instrumente an, die Zuhörer noch
mehr mitzureißen. Klassische Klezmerstücke wurden ebenso gespielt wie moderne. Bekannte Melodien
wechselten sich ab mit brillanten Variationen und Improvisationen. Als Claudia Koch die Gäste
aufforderte zu tanzen, scheiterte das nur am fehlenden Platz. Und doch wiegten sich einige im Takt,
da wippten die Füße, und der Beifall war der beste Beweis, dass "Sukke" den Nerv des Publikums
getroffen hatte.
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